Fichtenspitzenkekse

Laut einer Familienlegende, ich selbst kann mich nicht mehr daran erinnern, habe ich im Zwergenalter mal auf einem Waldspaziergang ein winziges, entwurzeltes Bäumchen entdeckt und darauf bestanden es mit nach Hause zu nehmen und zu adoptieren.

Die Geschichte kommt mir glaubhaft vor, hatte ich doch ein, zwei Jahre später Freundschaft mit unserem Kirschbaum geschlossen. Als der sich als unrettbar marode herausstellte, habe ich meinen Eltern gedroht auszureißen, sollten sie den Baum fällen.

„Mein Freund, der Baum,“ singt meine Mutter gerne, wenn die Anekdote bei einem Familientreffen mal wieder zur Sprache kommt. Ich rollte dann mit den Augen, bereue insgeheim aber gar nichts. Für seine Freunde steht man schließlich ein.

Trotz lautstarker Bemühungen meinerseits ging die Sache für den Kirschbaum nicht gut aus, die kleine Fichte aus dem Wald allerdings steht noch hinter dem Gartenzaun und ist gar nicht mehr so klein. Tatsächlich überragt sie das Haus schon um ein ganzes Stück, dient jedes Jahr als Nistplatz für eine Amselfamilie und hängt um diese Jahreszeit voller zartgrüner Fichtentriebe.

 

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Zitronenkekse

Manchmal weiß man genau, was man will.

Ich wollte Kekse, ganz einfache Zitronenkekse zum Tee, oder für den kleinen Durchhänger am Vormittag.

Zitronig sollten sie sein und mürbe, schnell gemacht und am besten solche Kekse, die immer besser werden, je länger sie lagern.

Ich war nicht in der Stimmung für Fleißarbeit, also nichts, das man ausstechen, füllen, spritzen, glasieren oder dekorieren müsste.

Wie gesagt, ich wusste genau, was ich wollte.

Nur das passende Rezept fand sich nirgends, bis ich auf die Idee kam, dass man den Teig für Omas Fingergolatschen – der eh der mürbste, zitronigste, zart-buttrigste Teig ist, den ich kenne – ja nicht unbedingt zu Golatschen formen muss. Dadurch, dass er beim Ruhen im Kühlschrank sehr fest wird, eignet er sich auch perfekt für Kekse, die man einfach von der Rolle schneidet.

Das Rezept ergibt ungefähr drei Bleche Kekse, die am besten schmecken, wenn sie mindestens eine Nacht Zeit haben durchzuziehen. Theoretisch halten sie sich wochenlang. Also, theoretisch.
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Halloween Kürbistorte

Zugegeben, ich bin ein klein wenig spät dran. Folgendes Rezept kann man dann halt schon mal als Inspiration fürs nächste Jahr auffassen. Oder einfach neutral dekoriert dieses Jahr noch genießen.

Eine sehr gute Freundin (*wink*) hat Ende Oktober Geburtstag (und das, wie mir meine automatische Erinnerung per E-Mail mitteilte, jährlich!), das heißt ich darf bei ihren Geburtstagstorten so richtig meiner Halloween-Kürbis-Grusel-Deko-Lust frönen. Dieses Jahr wurde es eine Kürbis-Kürbistorte, sprich aus Kürbis und als Kürbis dekoriert.

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Brombeer-Vanille-Muffins

Die Brombeererntezeit neigt sich langsam dem Ende zu, das Anfang September noch üppig behangene Gebüsch am Waldrand hat nur noch eingetrocknete Beeren zu bieten und nur in den schattigeren Stellen tiefer im Wald findet man noch reif glänzende.  Also ist dieses Muffinrezept eigentlich schon längst überfällig. Vor allem, da die Fotos jetzt schon eine ganze Weile auf der Festplatte rumliegen…

Egal, zur Not gibt tun es auch Beeren aus der Gefriertruhe.https://lh6.googleusercontent.com/-du5_JZL4Jbw/VCQa_3hSo-I/AAAAAAAAAJw/26V86G09sRM/w630-h491-no/BrombeerVanillleMuffin.jpg
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