Rote Bete Tortellini mit Erbsenfüllung

Haben pea shoots eigentlich mittlerweile eine deutsche Bezeichnung, und wenn ja, welche? Ein paar Mal habe ich „Erbsensprossen“ gelesen, aber so ganz trifft es das auch nicht.

Pea shoots, wer sie noch nicht kennt, sind die jungen Triebe der Erbsenpflanze. Sie schmecken frisch, knackig und, wer hätte er gedacht, nach jungen Erbsen. Man kann sie wunderbar selbst ziehen, selbst wenn man nur ein sonniges Fensterbrett zur Verfügung hat. Alles, was man dazu braucht, ist ein Blumentopf, Erde und ganz normale getrocknete Erbsen, wie man sie in jedem Supermarkt findet. Sogar Schälerbsen haben bei mir, sehr zu meiner Überraschung, einwandfrei gekeimt. Dicht aneinander gesät, mit 1-2 cm Erde bedeckt und gut gegossen sollten schon bald die ersten grünen Spitzen zu sehen sein. Ernten kann man, wenn die Pflänzchen zwei oder drei Blattpaare haben. Wenn man Glück hat, treiben die Erbsen nach dem Schneiden sogar nochmal nach.

Zu meinen frühlingshaft rosaroten Tortellini machen sich die frischen grünen Triebe nicht nur optisch gut, die Pastafüllung besteht nämlich aus Ziegenkäse und, genau, Erbsen.

 

 

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Bärlauch Gyoza

Der Frühling ist da und der Bärlauch sprießt, was wäre ich für ein Foodblogger, wenn ich im April kein Bärlauchrezept für meine Leser hätte. Das wäre ja so, als hätte man im Advent keine Plätzchenrezepte. Das geht ja wohl gar nicht. *hust*

Das knoflige Kraut kam bei mir letztens jedenfalls in kleine japanische Teigtaschen mit knusprigem Boden. Statt die Gyoza wie üblich mit einer Mischung aus Schweinehack und Kraut zu füllen, habe ich mich bei Smitten Kitchen inspirieren lassen und allerlei Grünes zusammen mit Tofu verpackt. Die konkreten Zutaten und Mengen sind aber eher meinem Kühlschrankinhalt geschuldet. Beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich die Bärlauchmenge erhöhen, aber die Pflänzchen waren einfach noch nicht besonders weit und ich wollte nicht zu viel auf einmal ernten.

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Omuraisu

Ich weiß gar nicht mehr wie ich das erste Mal auf den Youtube-Kanal von Cooking with Dog gestoßen bin. Ich glaube das war vor einigen Jahren auf der Suche nach Rezepten für Melonpan, Hefeteiggebäck in Keksteigkrust, das mir in der Animeserie Azumanga Daioh begegnet ist. (Da fällt mir ein, ich sollte mal wieder Melonpan backen. Oder Azumanga Daioh gucken. Oder, okay, erst mal den Blogpost zu Ende schreiben.)

Die Videos haben mich fasziniert. Zum einen sind sie charmant-schrullig aufgezogen, mit Moderator Francis, dem Pudel und Chef, der Köchin. Zum anderen sind auch kurzweilig. Keins der Videos dauert länger als zehn Minuten, meistens sogar eher fünf, trotzdem sind alle Arbeitsschritte detailliert und effizient präsentiert. Und am allerwichtigsten: Alles sieht so lecker aus!

Ich hatte mich also bald drangemacht das ein oder andere nachzukochen, im speziellen japanische Gerichte mit westlichen Wurzeln, auch youshoku genannt. Da hatte ich nämlich die ZUtaten meistens zu Hause oder zumindest gab es sie im Ort, und es fiel mir auch leichter die Familie davon zu überzeugen, dass man die Ergebnisse durchaus essen kann. Mehr über youshoku kann man übrigens hier bei Just Hungry (auf Englisch) lesen.

Eins der Gerichte, die sich schnell einen Platz in meiner Alltagsküche verdient hatten, ist Omuraisu. Der Name setzt sich aus den japanisierten Schreibweisen für omelette und rice zusammen und genau das ist Omuraisu auch: Tomatenreis im Eimantel. Es ist eins dieser Gerichte, in denen man allerhand Reste aus dem Kühlschrank unterbringen kann, das man ruhig für eine Person kochen kann und das, zusammen mit Salat, eine ziemlich komplette Mahlzeit abgibt.

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