Rohrnudeln mit Vanillesauce

Freitags gab es früher bei meiner Oma meistens eins von zwei Gerichten. Entweder Fisch in Petersilien-Sahnesauce mit Salzkartoffeln oder eben Rohrnudeln mit Vanillesauce.

Zu den Rohrnudeln gab es vorneweg meistens noch eine kräftige Gemüsesuppe, so als Langzeitsättigungsgarant und Gewissenberuhiger. Die war natürlich auch lecker, aber gefreut hat man sich natürlich auf fluffige, ofenwarme Hefewölkchen und den großen Krug eiskalte Vanillesauce.

Rohrnudeln mit Vanillesauce

Die Vanillesauce meiner Oma kam aus der Tüte und ließ sich fix kalt anrühren, und gestört hat uns das nie. Allerdings hat bei mir dann irgendwann die Fähigkeit Laktose zu verdauen abgenommen und die Freude am Selbermachen zugenommen, deswegen musste eine hausgemachte Vanillesauce her, mit laktosefreien Milchprodukten zubereitet und ohne extra Milchpulver im Päckchen.

Mein erster Versuch war eine cremige, warme Sauce mit vielen Eigelben, sehr gut, aber irgendwie nicht kompatibel mit meinen Kindheitserinnerungen. Ich wollte schaumig, sahnig und kalt! Außerdem, wohin immer mit den übrigen Eiweißen?

Mein Rezept wird deswegen mit einem ganzen Ei und etwas Stärke gebunden, und nach dem Kühlen mit halbfest geschlagener Sahne verfeinert. Fazit: Schmeckt wie früher, nur besser.

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