Orangen-Preiselbeer Schneckenkuchen

Dieses Rezept ist meiner Unfähigkeit geschuldet, Rezepte einfach so hinzunehmen wie sie sind. Ich war nämlich in den Smitten Kitchen Archiven unterwegs und da sind mir die cranberry-orange breakfast buns ins Auge gesprungen. Ich konnte sie schon riechen, so stark war der Drang sie jetzt, jetzt sofort, zu backen.

Aber.

Aber, schaltete sich der praktische Teil meines Gehirns ein, diese ganzen Eigelbe. Wohin denn dann wieder mit den Eiweißen? Ab in ein Schraubglas und im Kühlschrank vergessen? Einfrieren, natürlich unbeschriftet, und dann im Gefrierschrank vergessen? Klar, Eigelb gibt eine schöne Farbe, aber da kann man doch sicher einen Kompromiss finden.

Und die Buttermilch! Da bleiben auch nur wieder Reste, die hier kein Mensch trinken mag. Willst du nicht lieber normale Milch mit Orangensaft mischen? Da ist dann auch gleich die ganze Orange verwertet.

Außerdem, wo willst du um diese Jahreszeit frische Cranberries auftreiben? Nimm lieber Preiselbeeren aus dem Glas.

Und überhaupt, mischte sich eine weitere innere Stimme ein, wieso überhaupt breakfast buns? Frühstück heißt morgen. Also, nicht heute.

Wir backen jetzt Kuchen.

Für heute.

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Rohrnudeln mit Vanillesauce

Freitags gab es früher bei meiner Oma meistens eins von zwei Gerichten. Entweder Fisch in Petersilien-Sahnesauce mit Salzkartoffeln oder eben Rohrnudeln mit Vanillesauce.

Zu den Rohrnudeln gab es vorneweg meistens noch eine kräftige Gemüsesuppe, so als Langzeitsättigungsgarant und Gewissenberuhiger. Die war natürlich auch lecker, aber gefreut hat man sich natürlich auf fluffige, ofenwarme Hefewölkchen und den großen Krug eiskalte Vanillesauce.

Rohrnudeln mit Vanillesauce

Die Vanillesauce meiner Oma kam aus der Tüte und ließ sich fix kalt anrühren, und gestört hat uns das nie. Allerdings hat bei mir dann irgendwann die Fähigkeit Laktose zu verdauen abgenommen und die Freude am Selbermachen zugenommen, deswegen musste eine hausgemachte Vanillesauce her, mit laktosefreien Milchprodukten zubereitet und ohne extra Milchpulver im Päckchen.

Mein erster Versuch war eine cremige, warme Sauce mit vielen Eigelben, sehr gut, aber irgendwie nicht kompatibel mit meinen Kindheitserinnerungen. Ich wollte schaumig, sahnig und kalt! Außerdem, wohin immer mit den übrigen Eiweißen?

Mein Rezept wird deswegen mit einem ganzen Ei und etwas Stärke gebunden, und nach dem Kühlen mit halbfest geschlagener Sahne verfeinert. Fazit: Schmeckt wie früher, nur besser.

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