Zitronenschnitten mit Joghurtcreme

So ganz hat das mit der versprochenen Flut an neuen Rezepten ja nicht geklappt, muss ich schon zugeben.

Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass mich ein ganz schlimmer Fall von Perfektionitis erwischt hat. Dutzende Raw-Dateien schlummern auf dem PC – durch die Bank nicht scharf genug, nicht gut komponiert, uninteressant. Die zugehörigen Rezepte schwirren auf handbeschriebenen Zetteln durch die Küche – nicht raffiniert genug oder zu kompliziert, alles schon mal da gewesen, definitiv verbesserungsfähig.

Und dann der nächste Schritt: Was schreiben? „Lecker, bitte nachkochen!“ ist halt nicht genug für den ambitionierten Foodblogger.

Hach, das Leben ist schon schwer. Dieser Kuchen aber, der ist gut. Lecker, sogar. Bitte nachbacken!

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Fichtenspitzenkekse

Laut einer Familienlegende, ich selbst kann mich nicht mehr daran erinnern, habe ich im Zwergenalter mal auf einem Waldspaziergang ein winziges, entwurzeltes Bäumchen entdeckt und darauf bestanden es mit nach Hause zu nehmen und zu adoptieren.

Die Geschichte kommt mir glaubhaft vor, hatte ich doch ein, zwei Jahre später Freundschaft mit unserem Kirschbaum geschlossen. Als der sich als unrettbar marode herausstellte, habe ich meinen Eltern gedroht auszureißen, sollten sie den Baum fällen.

„Mein Freund, der Baum,“ singt meine Mutter gerne, wenn die Anekdote bei einem Familientreffen mal wieder zur Sprache kommt. Ich rollte dann mit den Augen, bereue insgeheim aber gar nichts. Für seine Freunde steht man schließlich ein.

Trotz lautstarker Bemühungen meinerseits ging die Sache für den Kirschbaum nicht gut aus, die kleine Fichte aus dem Wald allerdings steht noch hinter dem Gartenzaun und ist gar nicht mehr so klein. Tatsächlich überragt sie das Haus schon um ein ganzes Stück, dient jedes Jahr als Nistplatz für eine Amselfamilie und hängt um diese Jahreszeit voller zartgrüner Fichtentriebe.

 

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Brownies mit Minzsahne

Sibel von Insane in the Kitchen lädt bei zorra (1x umrühren bitte aka kochtopf) zum Blogevent ein und da musste ich dabei sein.

Beide Blogs lese ich nämlich unheimlich gerne. Außerdem lautet das Thema „Death by Chocolate„. Muss ich noch mehr sagen?

Ich habe da nämlich DAS Rezept für DIE Brownies im Angebot.

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Orangen-Preiselbeer Schneckenkuchen

Dieses Rezept ist meiner Unfähigkeit geschuldet, Rezepte einfach so hinzunehmen wie sie sind. Ich war nämlich in den Smitten Kitchen Archiven unterwegs und da sind mir die cranberry-orange breakfast buns ins Auge gesprungen. Ich konnte sie schon riechen, so stark war der Drang sie jetzt, jetzt sofort, zu backen.

Aber.

Aber, schaltete sich der praktische Teil meines Gehirns ein, diese ganzen Eigelbe. Wohin denn dann wieder mit den Eiweißen? Ab in ein Schraubglas und im Kühlschrank vergessen? Einfrieren, natürlich unbeschriftet, und dann im Gefrierschrank vergessen? Klar, Eigelb gibt eine schöne Farbe, aber da kann man doch sicher einen Kompromiss finden.

Und die Buttermilch! Da bleiben auch nur wieder Reste, die hier kein Mensch trinken mag. Willst du nicht lieber normale Milch mit Orangensaft mischen? Da ist dann auch gleich die ganze Orange verwertet.

Außerdem, wo willst du um diese Jahreszeit frische Cranberries auftreiben? Nimm lieber Preiselbeeren aus dem Glas.

Und überhaupt, mischte sich eine weitere innere Stimme ein, wieso überhaupt breakfast buns? Frühstück heißt morgen. Also, nicht heute.

Wir backen jetzt Kuchen.

Für heute.

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Waldbeer-Vanille-Torte mit Mandelbiskuit

Fast musste ich den Blick abwenden, als sich die scharfe Klinge der unschuldigen, glubschäugigen Eule näherte und sie mitten ins Herz traf. Viel zu jung musste sie sterben.

Andererseits wäre es wahrscheinlich noch grausamer gewesen meiner Mutter eine Torte zum Geburtstag zu backen und ihr dann zu verbieten ihn anzuschneiden. Bewundern ja, probieren nein? Klingt eher nicht so festlich.

Das Eulchen bekommt dann halt hier auf dem Blog ihr Denkmal, und vielleicht erwacht sie ja in der Küche des einen oder anderen wieder zu neuem Leben?

 

 

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Zitronenkekse

Manchmal weiß man genau, was man will.

Ich wollte Kekse, ganz einfache Zitronenkekse zum Tee, oder für den kleinen Durchhänger am Vormittag.

Zitronig sollten sie sein und mürbe, schnell gemacht und am besten solche Kekse, die immer besser werden, je länger sie lagern.

Ich war nicht in der Stimmung für Fleißarbeit, also nichts, das man ausstechen, füllen, spritzen, glasieren oder dekorieren müsste.

Wie gesagt, ich wusste genau, was ich wollte.

Nur das passende Rezept fand sich nirgends, bis ich auf die Idee kam, dass man den Teig für Omas Fingergolatschen – der eh der mürbste, zitronigste, zart-buttrigste Teig ist, den ich kenne – ja nicht unbedingt zu Golatschen formen muss. Dadurch, dass er beim Ruhen im Kühlschrank sehr fest wird, eignet er sich auch perfekt für Kekse, die man einfach von der Rolle schneidet.

Das Rezept ergibt ungefähr drei Bleche Kekse, die am besten schmecken, wenn sie mindestens eine Nacht Zeit haben durchzuziehen. Theoretisch halten sie sich wochenlang. Also, theoretisch.
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Nutella Torte

Der beste Vater von allen hatte Geburtstag und, wie es bei Vätern oft der Fall zu sein scheint, er steht auf Schokoladenkuchen. Dunklen, saftigen, schokoladigsten Schokoladenkuchen. Soll er haben, gegen den hab ich persönlich auch nichts einzuwenden.

Der Teig für die Tortenböden ähnelt dem für Brownies, nur enthält er noch jede Menge Haselnüsse. Man kann dafür fertig gemahlene Nüsse verwenden, ich kaufe aber gerne ganze Nüsse, röste sie im Backofen bei 200 °C, bis die Haut aufplatzt und sich die Kerne goldgelb färben, und mahle sie dann selbst in der Küchenmaschine. Der Geschmacksunterschied ist enorm. Man kann, wenn man den Ofen schon anheizt, gleich einen ganzen Vorrat rösten und mahlen. In Schraubgläser gefüllt schmecken sie auch nach vielen Wochen noch wesentlich frischer und aromatischer als gemahlen gekaufte.

Für die Deko dieser Torte habe ich vor dem Rösten zwei gute Handvoll der Nüsse durch den Hobel der Küchenmaschine gelassen, sowie nach dem Rösten ein paar der ganzen Nüsse von ihrer Haut befreit und zurückbehalten. Die restlichen ganzen Nüsse wurden mit Haut vermahlen.

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