Zitronenschnitten mit Joghurtcreme

So ganz hat das mit der versprochenen Flut an neuen Rezepten ja nicht geklappt, muss ich schon zugeben.

Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass mich ein ganz schlimmer Fall von Perfektionitis erwischt hat. Dutzende Raw-Dateien schlummern auf dem PC – durch die Bank nicht scharf genug, nicht gut komponiert, uninteressant. Die zugehörigen Rezepte schwirren auf handbeschriebenen Zetteln durch die Küche – nicht raffiniert genug oder zu kompliziert, alles schon mal da gewesen, definitiv verbesserungsfähig.

Und dann der nächste Schritt: Was schreiben? „Lecker, bitte nachkochen!“ ist halt nicht genug für den ambitionierten Foodblogger.

Hach, das Leben ist schon schwer. Dieser Kuchen aber, der ist gut. Lecker, sogar. Bitte nachbacken!

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Dan Bing – Frühstückswraps aus Taiwan

Hier ist es nun, das erste Rezept, dass ich aus Irland mitgebracht habe: Taiwanische Frühstückswraps.

Ja, ich war tatsächlich in Irland. Nein, ich habe mich nicht in der Insel geirrt. Ja, Fish Pie und Co. kommen auch noch.

Aber zwischen den Feiertagen, nach drei Tagen Festtagsschlemmen und Geschirrbergen, gelüstete es mich mehr nach diesem unaufgeregten und trotzdem leckeren Streetfoodklassiker. Mit dem hatte uns eine Mitbewohnerin aus Taiwan nämlich eines Morgens eine Freude gemacht, schmecken tut er aber auch zu anderen Tageszeit.

Und so nebenbei kann man in diesen Wraps auch so einige Reste vom Raclette unterbringen. Pflicht sind nämlich nur Ei und Frühlingszwiebeln, ansonsten hat man bei der Wahl der Füllungen freie Hand.
In meinem Dan Bing befinden sich heute Speck und Käse, laut Ti-Yun, besagter Mitbewohnerin, ist das in Taiwan eine sehr beliebte Variante. Glaube ich sofort.

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Unterwegs

Ein Post, der längst überfällig ist:

Ich bin schon seit fast zwei Monaten in Irland, mit nur sporadischem Internetzugang und ohne eigene Küche, Bildbearbeitungssoftware und was sonst so zum Foodbloggen notwendig ist.

Bis Anfang, spätestens Mitte, Dezember solte ich aber wieder im Lande sein, mit vielen neuen Ideen im Gepäck!

See you!

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Süßkartoffel-Gyoza mit Holundermöhren

Manch einer wird jetzt wohl Fragen haben.

„Holunderblüten… im August?“ zum Beispiel. Und das völlig zu Recht. Heute gibt’s nämlich einen uralten Beitrag, den ich schon viel zu viele Wochen vor mir her schiebe. Mit gar nichts war ich nämlich zufrieden. Mit den Bildern nicht. Mir fiel kein Text ein. Gar nichts passte.

Das gleiche galt übrigens auch für jedes neue Rezept, das ich ausprobierte, für jedes neue Foto, das ich schoss. Und dann kam die Hitzewelle, die Glühbirne im Ofen ging kaputt und die Unlust wurde nur immer größer.

Eine andere berechtigte Frage wäre: „Gyoza… mit einer so unjapanischen Füllung?“. Aber das lässt sich ganz leicht erklären. Eigentlich sollten das nämlich Ravioli werden, aber es war Sonntag und ich hatte keine Eier mehr. Und Gyozateig braucht keine Eier.

Überhaupt passt die Vinaigrette der Holundermöhren, frei nach diesem Rezept bei bushcooks kitchen übrigens, super zu den knusprigen Gyoza. So konnte ich auch gleich noch den wunderhübschen Bund bunter Möhren verarbeiten.

Und nachdem der blockierende Blogpost nun endlich im Internet gelandet ist, ist die Blockade hoffentlich vorbei. Die Tomaten stehen nämlich schon in den Startlöchern und die Zucchini sind schon voll im Gange.

 

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Fichtenspitzenkekse

Laut einer Familienlegende, ich selbst kann mich nicht mehr daran erinnern, habe ich im Zwergenalter mal auf einem Waldspaziergang ein winziges, entwurzeltes Bäumchen entdeckt und darauf bestanden es mit nach Hause zu nehmen und zu adoptieren.

Die Geschichte kommt mir glaubhaft vor, hatte ich doch ein, zwei Jahre später Freundschaft mit unserem Kirschbaum geschlossen. Als der sich als unrettbar marode herausstellte, habe ich meinen Eltern gedroht auszureißen, sollten sie den Baum fällen.

„Mein Freund, der Baum,“ singt meine Mutter gerne, wenn die Anekdote bei einem Familientreffen mal wieder zur Sprache kommt. Ich rollte dann mit den Augen, bereue insgeheim aber gar nichts. Für seine Freunde steht man schließlich ein.

Trotz lautstarker Bemühungen meinerseits ging die Sache für den Kirschbaum nicht gut aus, die kleine Fichte aus dem Wald allerdings steht noch hinter dem Gartenzaun und ist gar nicht mehr so klein. Tatsächlich überragt sie das Haus schon um ein ganzes Stück, dient jedes Jahr als Nistplatz für eine Amselfamilie und hängt um diese Jahreszeit voller zartgrüner Fichtentriebe.

 

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Zwiebel Käse Pasties

Drei wahre Sätze:

Erstens, draußen schmeckt es immer besser.

Zweitens, mit den Fingern zu essen macht doppelt lecker.

Drittens, was sich reimt ist gut.

Allesamt gute Gründe beim Blogevent „Genießen auf Wiesen“ mitzumachen. Die KochzereMoni sucht noch bis Ende Mai nach picknickgeeignetem Fingerfood. Und was wäre dafür besser geeignet als Snacks, die ihre Verpackung gleich mitbringen?

 

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Rote Bete Tortellini mit Erbsenfüllung

Haben pea shoots eigentlich mittlerweile eine deutsche Bezeichnung, und wenn ja, welche? Ein paar Mal habe ich „Erbsensprossen“ gelesen, aber so ganz trifft es das auch nicht.

Pea shoots, wer sie noch nicht kennt, sind die jungen Triebe der Erbsenpflanze. Sie schmecken frisch, knackig und, wer hätte er gedacht, nach jungen Erbsen. Man kann sie wunderbar selbst ziehen, selbst wenn man nur ein sonniges Fensterbrett zur Verfügung hat. Alles, was man dazu braucht, ist ein Blumentopf, Erde und ganz normale getrocknete Erbsen, wie man sie in jedem Supermarkt findet. Sogar Schälerbsen haben bei mir, sehr zu meiner Überraschung, einwandfrei gekeimt. Dicht aneinander gesät, mit 1-2 cm Erde bedeckt und gut gegossen sollten schon bald die ersten grünen Spitzen zu sehen sein. Ernten kann man, wenn die Pflänzchen zwei oder drei Blattpaare haben. Wenn man Glück hat, treiben die Erbsen nach dem Schneiden sogar nochmal nach.

Zu meinen frühlingshaft rosaroten Tortellini machen sich die frischen grünen Triebe nicht nur optisch gut, die Pastafüllung besteht nämlich aus Ziegenkäse und, genau, Erbsen.

 

 

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