Süßkartoffel-Gyoza mit Holundermöhren

Manch einer wird jetzt wohl Fragen haben.

„Holunderblüten… im August?“ zum Beispiel. Und das völlig zu Recht. Heute gibt’s nämlich einen uralten Beitrag, den ich schon viel zu viele Wochen vor mir her schiebe. Mit gar nichts war ich nämlich zufrieden. Mit den Bildern nicht. Mir fiel kein Text ein. Gar nichts passte.

Das gleiche galt übrigens auch für jedes neue Rezept, das ich ausprobierte, für jedes neue Foto, das ich schoss. Und dann kam die Hitzewelle, die Glühbirne im Ofen ging kaputt und die Unlust wurde nur immer größer.

Eine andere berechtigte Frage wäre: „Gyoza… mit einer so unjapanischen Füllung?“. Aber das lässt sich ganz leicht erklären. Eigentlich sollten das nämlich Ravioli werden, aber es war Sonntag und ich hatte keine Eier mehr. Und Gyozateig braucht keine Eier.

Überhaupt passt die Vinaigrette der Holundermöhren, frei nach diesem Rezept bei bushcooks kitchen übrigens, super zu den knusprigen Gyoza. So konnte ich auch gleich noch den wunderhübschen Bund bunter Möhren verarbeiten.

Und nachdem der blockierende Blogpost nun endlich im Internet gelandet ist, ist die Blockade hoffentlich vorbei. Die Tomaten stehen nämlich schon in den Startlöchern und die Zucchini sind schon voll im Gange.

 

Süßkartoffel-Gyoza mit Holundermöhren

200 g Mehl
100 ml Wasser
½ TL Salz

1 große Süßkartoffel (ca. 500 g)
10 Blätter Salbei
1 EL Butter
100 g Frischkäse
etwas frisch geriebener Muskat
Salz
Pfeffer

1 Bund junge Möhren
4 EL Holunderessig
4 EL Pistazienöl
1 EL Holundersirup
Salz
Pfeffer

Für den Teig das Wasser mit dem Salz einmal aufkochen. Kurz abkühlen lassen, dann mit einer Gabel unter das Mehl rühren. Anschließend kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der weder bröselt noch klebt. Eventuell braucht man noch ein bisschen Mehl oder Wasser. In Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze, ruhen lassen.

Die Süßkartoffel schälen, in grobe Stücke schneiden und in 10 bis 15 Minuten gar dämpfen. Anschließend offen gut auskühlen lassen und mit einem Kartoffelstampfer zu feinem Brei verarbeiten.

Den Salbei fein hacken und vorsichtig in der Butter andünsten, dabei nicht zu braun werden lassen. Zusammen mit dem Frischkäse unter den Süßkartoffelbrei mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken

Den Teig durch die Pastamaschine lassen (Stufe 7 von 9) oder sehr, sehr dünn ausrollen. Mit einem runden Ausstecher von ungefähr 8 cm Durchmesser Kreise ausstechen. Dabei entweder in Etappen arbeiten oder die Teigkreise bis zum Füllen abdecken, da sie sonst an den Rändern schnell eintrocknen.

Auf jedes Blatt einen gehäuften Teelöffel Füllung geben. Zwei gegenüberliegende Stellen des Teiges über der Füllung zusammendrücken. Jetzt ein Stückchen des vorderen Teigrandes zusammenfalten und gegen den hinteren Teigrand drücken. Wiederholen, bis diese Seite des Gyoza geschlossen ist. Auf der anderen Seite wiederholen. In meinem Beitrag zu den Bärlauch Gyoza gibt es ein Bild mit den einzelnen Schritten.

Jetzt bereitet man am besten die Holundermöhren zu. Dazu die Möhren gut abschrubben und in dicke Scheiben schneiden. In kochendem Salzwasser bis zur gewünschten Bissfestigkeit garen. Essig, Öl, Sirup, Salz und Pfeffer in ein Schraubglas geben und gut schütteln. Etwa die Hälfte der Vinaigrette mit den warmen Möhren vermengen und die andere Hälfte im Glas behalten.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Gyoza mit der Naht nach oben in die Pfanne setzen. Braten, bis die Böden goldbraun sind. Zwei cm Wasser angießen, die Pfanne mit einem Deckel gut verschließen und einige Minuten dämpfen bis das Wasser größtenteils verschwunden ist.
Den Deckel von der Pfanne nehmen und das restliche Wasser verdampfen lassen. Noch kurz weiter braten, bis die Gyoza unten wieder knusprig sind.
Die Gyoza mit der knusprigen Seite nach oben und zusammen mit den Möhren auf Tellern anrichten, mit etwas Vinaigrette beträufeln. Gleich essen.

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2 Gedanken zu “Süßkartoffel-Gyoza mit Holundermöhren

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