Bärlauch Gyoza

Der Frühling ist da und der Bärlauch sprießt, was wäre ich für ein Foodblogger, wenn ich im April kein Bärlauchrezept für meine Leser hätte. Das wäre ja so, als hätte man im Advent keine Plätzchenrezepte. Das geht ja wohl gar nicht. *hust*

Das knoflige Kraut kam bei mir letztens jedenfalls in kleine japanische Teigtaschen mit knusprigem Boden. Statt die Gyoza wie üblich mit einer Mischung aus Schweinehack und Kraut zu füllen, habe ich mich bei Smitten Kitchen inspirieren lassen und allerlei Grünes zusammen mit Tofu verpackt. Die konkreten Zutaten und Mengen sind aber eher meinem Kühlschrankinhalt geschuldet. Beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich die Bärlauchmenge erhöhen, aber die Pflänzchen waren einfach noch nicht besonders weit und ich wollte nicht zu viel auf einmal ernten.

Die Teigblätter sind selbstgemacht, da ich sie hier in der Gegend nicht so einfach kriege und mir eh jeder Vorwand recht ist an der Pastamaschine zu kurbeln. Das ist natürlich rein optional, gekaufter Teig beschleunigt die Zubereitungszeit beträchtlich.

Gyoza lassen sich übrigens sehr gut einfrieren. Da das Füllen und Falten zwar schon eine rechte Friemelei ist, aber nach jedem Gyoza leichter von der Hand geht, wäre meine Empfehlung, wenn denn die Muse küsst, gleich eine größere Menge auf einmal zu machen. Nebeneinander auf ein Tablett oder Backblech gesetzt kommen die Gyoza dann in den Gefrierschrank bis sie angefroren sind. Nachher kann man sie portionsweise in Gefrierbeutel füllen. So kann man später innerhalb von zehn, fünfzehn Minuten leckere Gyoza genießen, denn sie sind so klein, dass sie problemlos noch gefroren gedämpft werden können.

 

Bärlauch Gyoza

45 bis 50 Stück

200 g Mehl

100 ml Wasser

½ TL Salz

200 g Tofu

100 g junger Spinat

20 g Bärlauch

100 g Erbsen (TK)

ca. 1 cm Ingwer

2 EL Sojasauce

Sesamöl

Prise Zucker

evtl. etwas Gemüsebrühe

Reisessig

Sojasauce

1 Frühlingszwiebel

Für den Teig das Wasser mit dem Salz einmal aufkochen. Kurz abkühlen lassen, dann mit einer Gabel unter das Mehl rühren, anschließend kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der weder bröselt noch klebt. Eventuell braucht man noch ein bisschen Mehl oder Wasser. In Folie wickeln und mindestens eine halbe Stunde, besser eine ganze, ruhen lassen.

Den Tofu in Scheiben schneiden, zwischen Küchenpapier oder saubere Geschirrtücher legen, etwas Schweres (Dosen, mit Wasser gefüllter Topf o. ä.) daraufstellen. Den Ingwer reiben oder fein hacken. Die Erbsen, wenn noch gefroren, kurz mit warmem Wasser überbrausen und abtropfen lassen. Den Spinat blanchieren, bis er zusammenfällt, dann abgießen, gut ausdrücken und zusammen mit dem Bärlauch fein hacken.

Ein wenig Sesamöl in einer Pfanne heiß werden lassen und den Ingwer unter Rühren anschwitzen. In der gleichen Pfanne die Tofuscheiben beidseitig etwas Farbe nehmen lassen. Die Erbsen zugeben und alles mit einem Kartoffelstampfer zu kleinen Krümeln verarbeiten. Den Herd ausschalten und Spinat und Bärlauch unterrühren. Mit Sojasauce, einer Prise Zucker und evtl. Salz abschmecken. Wenn nötig ein bisschen Brühe zugeben. Abkühlen lassen.

Den Teig durch die Pastamaschine lassen (Stufe7 von 9) oder sehr, sehr dünn ausrollen. Mit einem runden Ausstecher von ungefähr 8 cm Durchmesser Kreise ausstechen. Dabei entweder in Etappen arbeiten oder die Teigkreise bis zum Füllen abdecken, da sie sonst an den Rändern schnell eintrocknen.

Auf jedes Blatt einen gehäuften Teelöffel Füllung geben. Zwei gegenüberliegende Stellen des Teiges über der Füllung zusammendrücken. Jetzt ein Stückchen des vorderen Teigrandes zusammenfalten und gegen den hinteren Teigrand drücken. Wiederholen, bis diese Seite des Gyoza geschlossen ist. Auf der anderen Seite wiederholen. Am Schluss sollte das Teigpäckchen so aussehen wie ganz unten auf dem Foto.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Gyoza mit der Naht nach oben in die Pfanne setzten. Braten, bis die Böden goldbraun sind. Zwei bis drei Zentimeter Wasser angießen, die Pfanne mit einem Deckel gut verschließen und einige Minuten dämpfen bis das Wasser größtenteils verschwunden ist.

Inzwischen aus fein gehackter Frühlingzwiebel und gleichen Mengen (oder nach Geschmack) Reisessig und Sojasauce den Dip anrühren.

Den Deckel von der Pfanne nehmen und das restliche Wasser verdampfen lassen. Noch kurz weiter braten, bis die Gyoza unten wieder knusprig sind.

Mit dem knusprigen Boden nach oben und zusammen mit dem Dip servieren.

 

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