Orangen Upside-Down Kuchen mit Kardamom und Vanille

Ich mag Kuchen, die schon beim Zubereiten die Sinne verwöhnen. Das ist bei dem hier gegeben: allein der Geruch, wenn man in die Orangen schneidet, die Kardamomkapseln zermörsert, wenn die Vanille vor sich hin schmurgelt, herrlich.

Noch dazu sieht der Kuchen dann auch noch direkt aus der Form besser aus als so manche aufwendig dekorierte Torte.

Orangen Upside-Down Kuchen mit Kardamom

Ein paar Anmerkungen vorneweg.

Das Rezept ist auf eine kleine Springform mit 18 cm Durchmesser ausgelegt, für eine normale 16 cm Springform sollte man es aber einfach verdoppeln können.

Am besten schmeckt mir hier ein etwas säuerlicher, im Becher gereifter Joghurt, kein milder. Ebenfalls schmecken frisch zerstoßene Kardamomsamen besser als fertig gemahlener, allerdings hab ich beim abfotografierten Kuchen diesmal einen Rest gemahlenen Kardamom aufgebraucht. Ich hatte ungefähr einen gestrichenen Teelöffel verwendet und der Kuchen war zwar lecker, aber nicht so gut duftend wie sonst.

Je nach Eigröße wird der Kuchen sich vermutlich etwas über den Springformrand hinaus wölben. Macht gar nichts, so kann man ihn nachher schön gerade schneiden. Der Abschnitt ist dann die Belohnung für den fleißigen Bäcker und/oder Trost für Familienmitglieder, die sich mit dem Kuchenessen noch gedulden müssen, bis die Sonne wieder aufgeht und das Foto gemacht werden kann.

 

Orangen Upside-Down Kuchen mit Kardamom und Vanille

2 unbehandelte Orangen

½ Vanilleschote

2 EL Zucker

175 g Butter, zimmerwarm

150 g Zucker

3 Eier, zimmerwarm

175 g Naturjoghurt

240 g Mehl

1 TL Backpulver

10 Kardamomkapseln

Prise Salz

Butter für die Form

etwas Mandelblätter

Bei den Orangen die Enden großzügig abschneiden und die mittleren Teile in dünne Scheiben schneiden. Am besten bereitet man mehr Scheiben vor als man braucht, dann kann man sich die Schönsten aussuchen und es ist auch kein Drama, wenn ein paar Scheiben kaputt gehen. Die Scheiben zusammen mit den 2 EL Zucker, der halben, aufgeschlitzten Vanilleschote und dem Saft aus den Orangenenden in einen Topf geben, einmal aufkochen lassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 °C (Ober/Unterhitze) vorheizen.

Den Rand einer 18 cm Springform gut mit Butter bestreichen und mit den Mandelblättern bestreuen.

Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln dazu geben, zwischendurch warten, bis die Masse wieder völlig homogen ist.

Das Mehl mit dem Backpulver, den zerstoßenen Samen der Kardamomkapsel und dem Salz mischen.

Joghurt und Mehl abwechselnd in zwei oder drei Teilen unter den Teig heben, dabei nicht mehr rühren als nötig.

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen (das Papier sollte ruhig überstehen), dann erst den Rand aufsetzen und festziehen. Den Boden dekorativ mit den Orangenscheiben auslegen. Den Sirup im Topf zurückbehalten.

Den Teig einfüllen und für ungefähr eine Stunde backen. Der Teig bleibt durch den Joghurt, und später den Orangensirup, sehr saftig und klitscht gerne mal zusammen, auch wenn laut Stäbchenprobe der Kuchen fertig gebacken ist. Ich würde empfehlen den Kuchen nach erfolgreicher Stäbchenprobe noch 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen ruhen zu lassen.

Aus dem Ofen nehmen, wenn gewünscht/notwendig den Boden glatt schneiden und den Kuchen auf einen Teller stürzen. Mit dem verbliebenen Sirup bepinseln und am besten vor dem Anschneiden über Nacht ziehen lassen.

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