Hähnchen spanische Art

Huhn spanische Art

Dieses Hähnchen ist schon was Feines. Aromatisch-scharf passt es sowohl in den Winter als auch, mit einem kühlen Glas Pils, auf die sommerliche Terrasse. Die meiste Zeit brät im Ofen ganz alleine vor sich hin und beugt so Stress auf der Koch-Zielgeraden vor. Brot-Fans können so richtig schön tunken und es macht echt satt.

Das Rezept stammt ursprünglich aus „LEON – Familie & Freunde“ aber lässt sich auch super an individuelle Vorlieben und Vorratsschränke anpassen.

So nehme ich im Gegensatz zum Originalrezept keine acht Hähnchenkeulen, sondern meistens ganze Hähnchen (eines für drei Personen, zwei kleine für vier), zerteile sie in Keulen, Brüste und Flügel und koche aus den Karkassen die benötigte Brühe. Das kann man übrigens auch schon am Vortag machen, das restliche Fleisch von den Knochen klauben, das Suppengemüse klein schneiden und schon mal eine Suppe genießen.

Mit einem Glas Weißwein oder Sherry zubereitet schmeckt das Rezept zwar sehr lecker, aber als alkoholfreie Variante funktioniert auch gut ein Schuss Apfelessig und etwas mehr Brühe.

Zudem ist in meinem Rezept keine Chorizo, sondern eine scharfe Paprikasalami, die mein Papa gerne hat und von der ich keine Ahnung habe, wie sie denn offiziell heißt. Was mir natürlich erst mitten in der Bestellung beim Metzger aufgefallen ist.

„Und dann hätt‘ ich noch gerne ein Stück von der, ähm… also von der scharfen Wurst, die mein Vater immer kauft…?“

Zum Glück wusste die Verkäuferin a) wer mein Vater ist und b) welche Wurst er immer kauft. Dorf sei Dank.

Huhn im Ofen

Hier ist also meine Variante vom letzten Sonntag.

Hähnchen spanische Art

Keulen, Brüste und Flügel von 2 kleinen Hendl

Öl zum Anbraten

100 g namenlose Paprikasalami (oder eben Chorizo)

1 Zwiebel

2 kleine Dosen weiße Bohnen (insgesamt 400 – 500 g)

jeweils ein Zweig Thymian und Estragon

etwas Cayennepfeffer

1 ganze Knoblauchknolle

1 Streifen Orangenschale

Apfelessig

500 ml Brühe

1 Teel. Paprika, süß

1/2 Teel. geräucherter Paprika, mild

12 kleine Tomaten

Salz, Pfeffer

gehackte Petersilie zum Garnieren

Den Ofen auf 180° C vorheizen.

Die Wurst in dünne Räder schneiden, dann die Hähnchenteile und die Wurstscheiben portionsweise in einer Pfanne mit wenig Öl anbraten, anschließend in einen Bräter geben.

Unterdessen die Zwiebel fein würfeln. Sobald die Pfanne leer ist, die Zwiebeln im verbliebenen Fett glasig dünsten.

Bohnen gut abwaschen und abtropfen lassen und zusammen mit den abgezupften Kräutern, der Orangenschale, der horizontal halbierten Knoblauchknolle und etwas Cayennepfeffer (je nach Schärfe der Wurst) auf dem Fleisch im Bräter verteilen.

Beide Sorten Paprikapulver zu den Zwiebeln geben, nochmal umrühren und mit einem Schuss Apfelessig und etwas Brühe (oder einem Glas Weißwein oder Sherry) ablöschen. Dann ebenfalls in den Bräter geben.

Soviel Brühe zugießen, dass die Hühnerteile gerade so bedeckt sind, die Tomaten darauf verteilen, mit Pfeffer und Salz würzen, und für ca. 70 Minuten in den Ofen schieben.

Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

 

Dazu gab’s bei uns frisch selbstgebackenes Baguette nach Aurélie Bastians Rezept, grünen Salat mit Tomaten und Gurken, sowie besagtes Pils.

Mahlzeit!

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